Das Kartenpiel Cabo von Smiling Monster Game ist super simpel, hat kaum Regeln und macht trotzdem riesigen Spaß. Außer man sammelt viel zu viele Minuspunkte. Denn erst nach 100 Strafpunkten steht der Gewinner fest.
Vier Karten und keine Ahnung
Jeder Spieler erhält vier Karten ausgeteilt, doch diese dürfen nicht wie bei anderen Kartenspielen in die Hand genommen werden. Nein, sie werden verdeckt vor einem ausgelegt und jeder darf sich lediglich zwei Karten davon anschauen. Diese zeigen Zahlen zwischen 0 und 13. Und dann kanns auch schon losgehen.
Ziel ist es, Karten mit möglichst geringem Wert vor sich liegen zu haben und sobald man der Meinung ist, sie seien niedrig genug, wird mit einem »Cabo« die Runde beendet. Dabei bekommen die anderen Spieler noch die Gelegenheit für einen weiteren Zug und schon ist die Runde beendet und die Karten werden gezählt.

Ein Zug – drei Optionen
Um das Spiel zu gewinnen, müssen die Karten ausgetauscht werden. In einem Zug stehen dabei drei Optionen zur Verfügung – eine davon darf man anwenden. Zum einen kann der Spieler eine Karte vom Nachziehstapel ziehen und dann entscheiden, ob eine Karte gegen diese ausgetauscht wird. In jedem Fall wird eine der beiden Karten abgelegt. Der nächste kann sich dann entscheiden, ob er ebenfalls eine Karte vom Nachziehstapel oder die oberste Karte des Ablagestapels nehmen möchte. Dieser Zug macht meist nur Sinn, wenn man dann zwei gleiche Karten unter seinen vier Karten liegen hat – oder sogar mehr. Denn diese können gegen eine andere ausgetauscht werden. Werden hier die falschen Karten aufgedeckt, müssen sie liegen bleiben und die gezogene Karte muss abgelegt werden. Die letzte Option ist das Aussprechen von „Cabo“.
Spezialfähigkeiten
Sechs Zahlen haben spezielle Effekte auf sich, mit denen das ganze Spiel noch interessanter wird. Sieben und acht haben den Effekt »Peek« auf sich stehen, hier darf eine eigene Karte angeschaut werden. Mit »Spy« auf neun und zehn, kann eine gegnerische Karte ausgespäht werden. Und mit dem Effekt »Swap« auf den Zahlen elf und zwölf, kann dann eine Karte gegen die eines Gegners getauscht werden.
Egal wie, die Position der Karten muss immer gleich bleiben, also kann man auch einfach wieder zurücktauschen. Die Effekte werden aber nur aktiviert, wenn sie vom Nachziehstapel gezogen und direkt wieder abgelegt werden.

Minuspunkte auf den Punkt
Nach einem ausgesprochenen »Cabo« und der zugehörigen beendeten Runde, werden die Karten aufgedeckt und gezählt. Hat nun der Ansager des Cabos wirklich die geringste Punktzahl, bekommt er 0 Punkte und alle anderen ihre Kartenwerte als Minuspunkte. Ist er nicht derjenige, mit der geringsten Summe, bekommt derjenige nicht nur seine Kartensumme sondern auch noch fünf weitere Strafpunkte.
Es kann aber auch zu einem Kamikaze-Move kommen: Hierzu werden die zwei 13er und zwei 12er Karten gesammelt und instant erhalten alle Gegner 50 Strafpunkte. Eine andere Strategie wäre direkt und punktgenau auf die 100 Punkte hinarbeiten, denn dann werden sie auf die Hälfte reduziert und das Spiele wäre wieder offen. Schließlich verliert derjenige, der 101 Punkte erreicht.

Gedächtnistraining mit Spaß
Cabo ist ein super Spiel für einen geselligen Abend. Es braucht neben dem handlichen Kartenspiel nicht viel, nur noch einen Zettel und einen Stift und dann kanns losgehen. Daher ist es schnell eingepackt und kann jederzeit gespielt werden. Viele wilde Beschuldigungen und misstrauische Blicke später traut man keinem mehr über den Weg. Schnell wird klar, wer eine Karte vom Ablagestapel nimmt, hat vermutlich eine Karte mit derselben Zahl unter seinen oder es steckt wirklich eine Taktik dahinter. Wer weiß das schon.
Das Kartenspiel ist auf jeden Fall für einige Lacher gut und begeistert einfach. Die Artworks der einzelnen Karten sind superniedlich gemacht und durch die Spezialeffekte kommt noch mal ein besonderer Kniff hinein. Es kommt eben auch auf den richtigen Bluff mit an. Zudem muss man sich nicht nur die eigenen Karten merken, sondern sollte auch noch einen groben Überblick über die gegnerischen Karten und selbstverständlich die Mimiken der Mitspieler haben. Denn jede Regung ist wichtig, genauso wie der Tabletalk, denn schnell kann man dann auch seine eigenen Karten vergessen und legt aus Versehen die falsche Karte weg. Der Ärger ist groß!

Seb 23. Dezember 2023
Tolles Spiel und klasse beschrieben! hab es mir geholt und es kommt immer gut an, weil es flott erklärt und gespielt ist.
Jona 23. Dezember 2023
Stimme zu, ist ein evergreen
Sophie 1. April 2024
Was ist wenn man zum Beispiel 86 hat und dann 14 verdeckt liegen hat und Cabo sagt, es aber nicht die niedrigste Punktzahl war? Hab ich dann verloren mit 105 Punkten oder komme ich auf die 55 Punkte, weil die +5 danach addiert werden?
Maya 9. April 2024
Du landest direkt bei den 105 Punkten, da alles zusammenaddiert wird und erst danach geschaut wird, ob jemand genau 100 Punkte hat.