Wer ein cozy Idle Game sucht, in dem man eine Bar verwaltet, ist bei Lakeside Bar genau richtig. Zu Beginn ist es noch darauf ausgelegt, aktiv gespielt zu werden, aber bald schon läuft alles wie von selbst. Und dann musste ich nochmal nachhelfen.

Lass uns eine Bar aufmachen
Wir fangen klein an. Ein kleiner Streifen Bar, ein paar Tische, einige Cocktails und ein Außenbereich, an dem wir angeln oder schaukeln können. Mit Angie und Luke legen wir los, mixen Getränke und servieren sie. Dem Kellner Luke können wir dabei unter die Arme greifen indem wir Bestellungen annehmen, servieren und Tische putzen. Auch der Tresen muss ab und an gewischt werden. Wenn Angie das nicht machen, können wir auch das übernehmen. Sobald wir mehr Personal haben, können wir bald daneben stehen und den anderen zuschauen, wie sie die Bar reibungslos schmeißen.
Sobald unser Level steigt, erhalten wir mehr Rezepte und mehr Menüplätze. Mit jedem Getränk und jedem Gericht können wir mehr verdienen – natürlich wird auch der Einkaufspreis teurer. Je mehr Gäste wir bekommen, desto mehr »Post« erhalten wir. Gäste erinnern sich an Getränke und Gerichte, die sogenannten »Hiddens«. Wir benötigen Hinweise, bevor wir sie herstellen können. Sobald wir sie haben, können wir sie mischen und kochen und letztlich perfektionieren. Sobald wir das geschafft haben, gibt es noch einen kleinen Fakt über das entsprechende Gericht oder den Drink.

Lass sie mal machen
Das trifft es nach einer gewissen Zeit. Es wurde flott zu einem Idle-Spiel, da die Arbeitsabläufe gut ineinander greifen. Die Barkeeperin und der Kellner werden durch weitere Kellner, Manager und Barhilfen ergänzt. Alle können etwas leveln und haben Spezialfähigkeiten oder Fähigkeiten, die sich besonders steigern lassen. Sehr viele Kellner haben als Spezialfähigkeit eine besonders schnelle Fortbewegung: Rollschuhe, Skatboard, Kanufahren oder Fliegen. Luke von Beginn kann dagegen zwei Tabletts tragen. Die Barhilfen kümmern sich hauptsächlich um die Sauberkeit der Theke und von Mike, der kochenden Mikrowelle sowie den Nachbestellungen und der Wartung der Barspiele. Die Manager sind Mädchen für alles.
Unter den möglichen Angestellten gibt es Drei, die erst freigeschaltet werden müssen. Die erste ist Kuu, die mithilfe des Barspiels »METE« freigeschaltet werden kann, sofern sie nicht mit Token gekauft wird. Der nächste ist Jack. Für ihn muss geangelt werden, bis man die Flaschenpost findet. Sobald man sie verkauft, kann man ihn einstellen. Die letzte ist Cyx, ein Geist, deren Arbeitszeiten von 18 bis 6 Uhr sind. Für sie muss man nachts schaukeln. Sie ist der einzige Charakter, der keine Verbesserungen bekommt.

Kaufen und dekorieren
Anfangs dachte ich, es sei ein ähnliches Idle-Spiel wie Tiny Pasture – Pustekuchen. Hier steht deutlich mehr auf dem Spiel! War ein Witz. Aber der Fortschritt ist sehr viel langsamer. Wobei das vermutlich auch nicht stimmt. Bei Tiny Pasture dauert die Entwicklung hin zum Erwachsenen auch recht lang – vor allem als Regenbogen.
In Lakeside Bar gibt alles, was man aufstellt Boni. Die Tische geben entweder einen Bonus auf Trinkgeld, wodurch wieder mehr Geld für In- und Outdoor-Dekoration da ist, oder Ruhmbonus, was das Level bestimmt und mit dem Level werden mehr Plätze auf der Karte und mehr Tische und Dekorationen freigeschaltet.

Dann gibt es sogenannte Barspiele – Tischkicker, Dartscheibe, Billiardtisch und Spielautomat – die eine zusätzliche Währung generieren, die für Indoor-Dekoration, Erinnerungskapseln oder bestimmtes Personal verwendet werden kann.
Wenn man am Steg angelt, aktiv oder passiv, erhält man Fische, die für eine weitere Währung verkauft werden können. Von dieser lässt sich Outdoor-Dekoration kaufen.
Die Dekoration wird in drei Kategorien eingeteilt. Indoo-Dekoration erhöht die Trinkgeldrate und die Kundenbesuchsrate. Wanddekoration erhöht die Trinkgeldchance und die Wahrscheinlichkeit auf ein weiteres Getränk. Die Outdoor-Dekoration nimmt dabei lediglich auf die Angelgeschwindigkeit Einfluss.



Fazit
Es ist ein entspanntes Spiel, das nebenher laufen kann. Mir machts überraschend viel Spaß, auch wenn ich ab einem gewissen Punkt nichts mehr machen muss. Dieses Gewusel ist toll, wobei ich mir teilweise gerne die Animationen der Bewegungsmgöglichkeiten anschauen würde. Jack fährt bspw. mit einem Kanu durch die Bar, Rena auf Rollschuhen, Gian hat ein Einrad und Karen ein Hoverboard. Leider sind die Mitarbeiter irgendwann so flott, dass man es nur noch schwer erkennen kann.
Ich lasse das Spiel gern im Hintergrund laufen, schau immer mal wieder rein und mach dann ein paar Klicks. Leider bin ich dann ab und an etwas ungeduldig und mir kann es nicht schnell genug gehen. Besonders wenn es um die Zweit- und Drittwährung geht. Während sich das mit den Bartoken mittlerweile eingependelt hat und ich dort genug verdiene, ist es bei den Angeltoken anders. Die bekomme ich nicht so schnell und ich merke, wie ungeduldig ich sein kann. Zum Glück kann man die normale Währung wechseln – zu einem unverschämten Wechselkurs.
Was mich etwas gefrustet hat, sind die »Hiddens«. Man kann sie zwar schon zubereiten und erhält auch für das bloße Sammeln das Achievement, aber ich wollte es perfektionieren. Und das ist Glücksspiel. Nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit schafft man es und jeder Versuch ist nicht gerade billig. Da sind die Erinnerungskapseln, die man sammeln kann wirklich gnädig. Hier zieht man jede nur einmal, auch wenn sie mit jeder Ziehung teurer werden.
An dieser Stelle möchte ich sagen, dass ich die Easter Eggs toll finde. Man kann sich einen Gameboy oder Kirby ins Regal stellen, Spike von Cowboy Bebop an die Wand hängen oder den Ninja Turtle servieren – der eine spielerische Anspielung auf die pizza-liebenden Helden ist.
Zukünftig gibt es wohl noch mehr Content. In den Minispielen, mit denen man unter anderem Kuu freischaltet, gibt es erst zwei und drei weitere mit den Worten »wird aktualisiert«. Ich finde die Minispiele wirklich süß, wobei ich beim Dartspiel erst verwirrt war, bis ich kapiert habe, wie man seine Gegner ausspielt, denn wenn man nichts unternimmt, werfen die Gegner äußerst zielsicher. Und selbst setzen sie auf einige schmutzige Tricks.




Kleiner Funfact zum Schluss?
Ich glaube, ich hatte mir den Trailer nicht ordentlich angeschaut, denn ich war überrascht, als ich bemerkt habe, dass ich die Bar erweitern kann. Ich dachte wirklich, dass der Raum nur so schmal ist. Also hab ich gespart und meine Bar eilig vergrößert. Dann machte es auch mehr Sinn, dass es so viele Tische mit unterschiedlichen Boni gab. Einzig bei der Wanddekoration muss man wählen, denn die lässt sich leider nicht vergrößern. Schade finde ich dabei auch, dass sich nicht alle Dekoartikel drehen lassen.
Update vom 13. Januar 2026
Neue Achievements kündigten vor rund acht Tagen ein Update an oder sorgten bei mir erstmal für die Frage: Habe ich etwas übersehen? Nein, das Update kam erst jetzt und ich bin nicht verrückt und hatte sie übersehen. Die Rede ist davon, dass die Bar nun Sterne erhalten kann. Es gibt jetzt Kritiker und die Hiddens lassen sich nicht mehr einfach so mit Geld herstellen. Jetzt müssen wir Obst und Gemüse hinter der Bar anpflanzen. Das macht Arbeit … Gut, ich gebe es zu, es strengt mich etwas an. Denn für diese ganzen Dinge braucht man Angeltoken. Und ich besitze nur sehr wenig Angeltoken.
Vor diesem Update habe ich mit den perfektionierten Hiddens mein Geld verdient, jetzt muss ich auf die normalen Drinks und Snacks zurückgreifen. Allerdings sind die Hiddens für die drei neuen Achievements wichtig. (Witzig: Als die Achievements das erste Mal erschienen, waren es noch zwei mehr.)
Die Kritiker wollen die Hiddens essen. Also stelle ich erstmal alles um, um mein Lager ordentlich zu füllen – als wäre das nicht genug, gibts Obst und Gemüse auch in unterschiedlichen Qualitätsstufen. Hier muss man vorsichtig sein, denn die Qualität der Zutaten bestimmt die Qualität der Speisen und Getränke.
Zum Glück gibt es eine Skala, die zeigt, was dabei herauskommt und man den Kritikern keine ekelhaften Dinge serviert. Und zum Glück gibt es helfende Geister, die alle eine Aufgabe erledigen und ebenfalls in einigen Fähigkeiten aufgelevelt werden können: Säer, Bewässerer, Ernter und Bodendünger. Natürlich brauchen die Säer für ihre Arbeit das entsprechende Kleingeld in Angeltoken. Dafür kann man die Zutaten auch verkaufen, was besonders bei den qualitativ schlechten Erträgen praktisch ist. Denn zumindest bekommen wir dafür Angeltoken und können wieder neue Dinge kaufen. Noch praktischer: Der Verkauf kann pro Qualitätsstufe automatisiert werden, dadurch muss man hier auch bald nicht mehr aufpassen, sofern man sich die Geister zu Hilfe gerufen hat.



Zurück zu den fünf Kritikern: Grace, Anthony, Masa, White und Ego. Leider behält man die Sterne nicht. Es ist ein ständiges auf und ab. Innerhalb eines Zeitraums sammelt man Kritiken und jeder Kritiker, der jeder favorisierte Drinks und Snacks hat, innerhalb dieses Zeitraums bewertet das bestellte Gericht. So ergibt sich ein Durchschnitt innerhalb des Kritikers und schließlich für die Sterne, die die Bar bewerten.
Ich für meinen Teil arbeite noch daran, meine Bewertung auf fünf Sterne zu bekommen. Bei diesem Spiel wollte ich alle Achievements haben und ich hätte sie, wären nicht noch zwei dazu gekommen. Jetzt will ich es wissen und sie haben! Ob man sich die fünf Sterne angeln und die Kritiker einfach vor die Tür setzen kann, um die Sterne zu behalten? Vermutlich nicht. Zukünftig gehören sie wohl zur Dekoration.
Das hält alles aber auch lebendig. Man kann sich nicht nur auf seinen Lorbeeren ausruhen, sondern muss weiter arbeiten und sich verbessern. Oder den Status halten.
Ich für meinen Teil habe mir erst einmal alle Geister angelacht und verbessert, ehe ich damit angefangen habe, die Hiddens herzustellen, auf die Karte zu setzen und damit den Kritikern vorzusetzen. Aber so habe ich, nach einer etwas längeren Vorbereitungszeit, direkt die qualitativ hochwertigsten Drinks und Snacks serviert.
Mit der Playstation 1 hat bei mir alles angefangen. Dort bin ich Rennen auf Schneemobilen gefahren oder bin mit meinen Digimon gegen die meiner Schwester angetreten. Auch heute züchte ich noch gern Digimon, liebe aber auch die Final Fantasy-Serie, führe Krieg in Civilization oder bin für diverse Brettspiele zu begeistern, z.B. Spicy.
