Mit »Blindes Huhn« haben wir das dritte Spiel von OSTIA-Spieles Spielepaket – Ihr erinnert euch sicherlich an Tee oder Kaffee oder Mountain Goats, wenn nicht, dann los los und kommt danach zurück.
Wir suchen nach dem Goldkorn zwischen all den (blinden) Hühnern. Wie das funktioniert? Wir bieten auf die Auslage.
Auktionsstall
Jeder Spieler erhält acht Starthühner, die seine Währung und am Ende auch seine Siegpunkte darstellen. Die Hühnerkarten werden gemischt und innerhalb der letzten zehn Karten befindet sich die »Spielende«-Karte. Sobald der Startspieler bestimmt wurde, beginnt die erste Auktion.
Dieser Spieler ist als erster der Auktionator und zieht drei Karten vom Stapel. Ein bis zwei Karten legt er offen aus, die restlichen verdeckt. Nur er kennt alle drei Karten. Auf diese setzt er ein Anfangsgebot, jeder Spieler kann daraufhin ein Gebot abgeben oder passen. Daraufhin bezahlt der Höchstbietende seine Schuld. Wurde der Auktionator überboten, erhält er die Hühner. Stammt das höchste Gebot von ihm selbst, zahlt er seinen Betrag an die anderen Spieler.
Nun werden die ersteigerten Karten aufgedeckt, damit sie alle sehen können und in die eigene Auslage gelegt. Die Hühner werden offen farblich sortiert, während die blinden Hühner und goldene Körner in einem verdeckten Stapel liegen.
Der Höchstbietende wird schließlich zum neuen Auktionator. Sobald die »Spielende«-Karte gezogen wird, endet das Spiel und wird gewertet.

Die Hühner auf den Stangen
Die Wertung erfolgt in drei Kategorien:
- Farbmehrheit: Zuerst wird geschaut, wer in den einzelnen Farben am meisten Karten (nicht Punkte) hat. Der Spieler mit den meisten Karten erhält 8 Punkte, der nächste noch 4 Punkte.
- Eigene Auslage: Aus der eigenen Auslage wählt jeder Spieler für sich bis zu drei Farben aus, deren Kartenwerte er addiert und ebenfalls in die Wertung einfließen lässt.
- Verdeckter Stapel: Jetzt werden noch die blinden Hühner und goldenen Körner gezählt. Beide Karten werden nebeneinandergelegt. Jedes Pärchen sind 3 Siegpunkte. Ansonsten ist jedes goldene Korn 2 Punkte wert und jedes blinde Huhn zählt 3 Minuspunkte.

Fazit
Als ich das Spiel auspackte, kam es mir seltsam bekannt vor. Wie sich herausstellte, war das Spiel 2007 schon im Kosmos-Verlag erschienen und wurde nun in einer geänderten Version nochmal von OSTIA-Spiele.
Beim ersten Blick auf die Spielanleitung hab ich kurz geschluckt. Sehr klein geschrieben und dann auch noch viel. Allerdings ist es oben zusammengefasst deutlich kürzer und alles in allem auch sehr leicht zu verstehen. Die Regeln sind schnell gelernt und das Spielprinzip ist einfach. Mit den drei Mini-Erweiterungen kommen noch einmal kleine Kniffe dazu, die dem ganzen nochmal einen eigenen Spielwert geben.


Ich mag, dass man sehr geschickt mit seinen Ressourcen umgehen muss, um am Ende mehr zu erhalten, als man zu Beginn hatte. Die Gebote richtig setzen, um keine Verluste einzufahren und zu jedem blinden Huhn auch ein Korn zu finden. Man muss abwägen, welche der drei Karten offen liegen, um so den gewünschten Effekt zu erzielen, und dann sollte man sich auch eine Strategie überlegen, wie man in der Wertung am besten abschneidet. Konzentriere ich mich auf bestimmte Farben oder fächere ich breit? Will ich, auf Teufel komm raus Minuspunkte riskieren und auf goldene Körner hoffen?
Und dann kommen noch die Mitspieler hinzu. Also braucht es ein Pokerface, wenn man die Auslage nicht verraten möchte. In dieser Richtung ist es eine witzige Alternative zu Spielen wie Cabo, Love Letter oder Spicy – die ich doch sehr gerne spiele. Auch wenn ich mich ärgere, wenn mein Pokerface nicht immer so ist, wie es sein sollte 😉

Mit der Playstation 1 hat bei mir alles angefangen. Dort bin ich Rennen auf Schneemobilen gefahren oder bin mit meinen Digimon gegen die meiner Schwester angetreten. Auch heute züchte ich noch gern Digimon, liebe aber auch die Final Fantasy-Serie, führe Krieg in Civilization oder bin für diverse Brettspiele zu begeistern, z.B. Spicy.
