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Chef Knight

Essenszeit. Junior wünscht sich Pizza. Doch was ist das? Das Fach, in dem normalerweise die Pizza liegt, ist leer. Selbstverständlich ist es kein Pizzafach sondern das Käsefach. Natürlich geht da ein liebender Vater los und holt sich die Zutaten für die Pizza im Dungeon. Leider, kommen wir da so schnell nicht zurück.

Am Anfang war das Pilz-Foyer

Mit einem Hackbeil bewaffnet betritt der Vater den Dungeon. Im Pilz-Foyer entdecken wir unzählige Pilze und werden langsam auf das Spiel vorbereitet. Links oben finden wir das wunderschöne Profilbild des Kochs, seine Leben sowie die Zeitleiste, die allmählich abläuft und den Run begrenzt. Seitlich sehen wir die Anzahl der Zutaten. Auf der rechten Seite wird uns der Fortschritt angezeigt, wie lange es noch zum Öffnen der nächsten Ebene dauert.

Während wir durch den Raum spurten, werfen wir das Hackbeil auf Gegner und Truhen, in denen sich grüne Edelsteine befinden. Alles landet in unserer Tasche.

Sobald die Zeit abgelaufen ist, kehren wir in den Vorraum zurück – wenn man den so nennen kann. Denn hier warten hungrige Mäuler, aber nicht der Junior. Die Zutaten werfen wir in den Kessel, daraus werden Gerichte, die wir im Foodtruck nebenan verkaufen können. Die Schlange ist unendlich lang.

Alles in Stärke

Mit dem verdienten Geld sowie den grünen Edelsteinen bauen wir die Fähigkeiten des Vaters aus. Wir steigern die Angriffskraft, die Reichweite, die Krit-Chance, die Geschwindigkeit beim Kochen und Verkaufen, erhöhen den Verkaufspreis und lernen sogar neue Tricks. So zuckt bald ein Blitz durchs Bild, ein Nudelholz rollt von rechts nach links und zurück, ein Hammer fliegt und am Ende packen wir die Pfannenwender aus und wirbeln durch die Gegner.

Über kleine Nebenaufgaben, die sich wie von selbst erledigen, erhalten wir noch die dritte Ressource, die wir im Skill-Tree benötigen: rote Edelsteine.

Letztlich lassen sich die über 700 Skills ganz bequem freischalten. Für die letzten drei vier braucht es vielleicht ein paar Extrarunden im Dungeon – gerade weil die grünen Edelsteine begrenzt sind – aber sonst ist es sehr entspannt.

Cozy aber kurzweilig

Unseren Chef Knight finde ich sehr süß, vor allem, weil er sich wegen Junior in den Dungeon aufmacht. Dass der in der Zeit noch nicht randaliert oder verhungert ist, finde ich erstaunlich.
Es ist äußerst süß gestaltet und bringt mich mit einigen Animationen zum Lächeln. Bspw. wenn der Tellerstapel zu hoch ist und er beim Tragen zum Foodtruck schwankt. Wie gerne hätte ich gesehen, dass er umfällt. Genauso witzig sind das riesige Nudelholz, das die Gegner plättet oder die schwingenden Pfannenwender.

Aber die niedliche Optik ändert nichts an der kurzen Spieldauer – leider.

Die Zeit war spaßig, etwas ehrgeizig habe ich den gesamten Skill-Tree freigeschaltet, obwohl ich das Spiel davor schon durch hatte. Was mich dabei positiv überrascht hatte: Die Nebenquests, in denen man sich die roten Edelsteine verdient, sind abgezählt. Sie reichen genau, um sämtliche Skills davon freizuschalten und man sammelt nicht zu viele.

Wer also ein süßes und kurzes Spiel sucht, in dem er wie Laios durch die Dungeon pflügt und wie Senshi die Pfanne schwingt, hat mit Chef Knight was passendes gefunden. Es gibt zwar keine Fallen, die wir wie Chilchuck entschärfen können – wir können weder die Wasserströmungen noch die Felsen oder Chef-Knight-fressenden Pflanzen aufhalten – aber genauso wenig eine Marcille, die sich über die Zutaten beschwert … alle lieben das Essen! Denn es ist auch Delicious in Dungeon.

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Thema von Anders Norén