SKYFORGER GAMING

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R.angespielt – Metroid II

Es wird Schwarz-Weiß. Oder zumindest fast. Bei R.angespielt geht es weiter mit dem zweiten Teil der Metroid Reihe, die damals für den GameBoy erschienen ist. Ganze sechs Jahre nach dem ersten Titel für den NES, durfte man endlich wieder mit Samus Aran auf Abenteuer gehen. Metroid II erschien 1992 und spielt chronologisch zwischen der Metroid Prime Triologie für den GameCube und Super Metroid (Metroid 3) für den SNES. Wann ich das gute Stück zum ersten mal in der Hand hielt, weiß ich gar nicht mehr genau. Aber ich erinnere mich an einen Nordsee-Urlaub, bei dem ich das Spiel des Öfteren in meinen damals noch grauen GameBoy steckte. Die klassisch graue und beinahe unzerstörbare, tragbare Spielekonsole. Später wurde das Spiel auch noch ein paar Mal im GameBoy Color durchgespielt. Und auch beim Durchspielen in R.angespielt habe ich zumindest auf diese Farbpalette zurückgegriffen.

Auf in ein neues Abenteuer

Nach dem wir im ersten Teil bereits Mother Brain auf Zebes vernichtet haben, beschließt die Galaktische Förderation, dass die immer noch auf dem Planeten lebenden Metroids vernichtet werden müssen. Sie sind eine zu große Gefahr für die Galaxis. Zu diesem Zweck schicken sie Samus Aran als Kopfgeldjägerin erneut nach SR-388, da diese bereits mit den Metroids gekämpft hatte. So landen wir erneut auf dem dunklen Planeten, der uns mit Stille und Kälte begrüßt.

Besser ausgerüstet – In-Game und Technik

Im Gegensatz zu Metroid auf dem NES starten wir hier von Anfang an mit voller Energie, 30 Raketen und der Morphball-Fähigkeit. Ein netter Schachzug, um zu zeigen, dass man nicht mehr als Niemand bei diesem Auftrag startet. Ebenfalls recht auffällig halte ich die für den Gameboy wirklich detaillierten Sprites von Samus, das Entwicklerteam hat hier ganze Arbeit geleistet. Sie haben meiner Meinung nach mit diesem Spiel das Beste aus der Konsole rausgeholt.

Das erste wichtige Upgrade für Samus sind aber auch in Metroid II die Bomben, auf die wir recht früh im Spiel stoßen. Eigentlich fängt jedes Metroid erst wirklich mit dem Erhalt dieser kleinen Knallkörper an. Denn erst mir diesen können die meisten, in dieser Spielereihe vorkommenden Geheimgänge, gefunden werden.

„Geheimgänge heißen Loot – und Loot ist gut.“ – Izu 2021

Metroid – Aber anders

Noch bevor wir allerdings die Bomben erreicht hatten, konfrontiert uns das Spiel recht früh mit einer besonderen Überraschung: Wir finden auf unserer Erkundung einen Metroid auf dem Boden liegen. Üblicherweise würde der uns eigentlich gleich ins Gesicht fliegen wollen. Und ohne den Ice-Beam wären wir in diesem Moment auch ganz schön aufgeschmissen. Wer Metroid (NES) kennt oder meinen letzten Artikel gelesen hat, weiß, von was ich rede.
Dieser Kollege jedoch fängt nur verdächtig an zu blinken. Nur um einen Moment später seine alte Hülle hinter sich zu lassen und in einer neuen Form auf uns los zu gehen. Zwar ist dieser Metroid auch empfindlich gegen Raketen, sogar ohne, dass wir ihn vorher einfrieren müssen. Jedoch offenbart uns das Geschehen einen ganz anderen Schrecken.
Metroids können sich weiter entwickeln.

Auf diese weiterentwickelte Form des Metroid stoßen wir noch einige Male. Doch schon bald stellten sie keine große Bedrohung mehr dar.

Was in Metroidvania Spielen nie etwas Gutes bedeutet …

Neues Equipment

Kurz darauf fanden wir in den Tiefen eines Schachtes eine seltsame Kugel, die sich als neues Equipment entpuppte: Den Spider Ball. Eine Fähigkeit, die es in Metroid 1 noch nicht gab. Sie ermöglichte es Samus als Morphball Wände entlang hangeln zu lassen. Was uns ganz neue Möglichkeiten offenbarte – und bedeutete, dass es noch verstecktere Geheimgänge gab.

Tiefer, immer tiefer

Ein paar besiegte Metroids später stellten wir fest, dass sich die Lava an der man früh im Spiel vorbei kam, nach einem Erdbeben abgesenkt hatte. Aber nur ein paar Meter weiter. Denn schnell trafen wir wieder auf einen Lavasee, bei dem es eindeutig weiter nach unten ging. Ganz klar, wir müssen weitere Metroids besiegen, um weiter zu kommen. So wie es aussah, befanden wir uns in einem langsam sich beruhigenden Vulkan.

Metroid II entfernt sich etwas von der Metroidvania Formel und ist sehr viel Linearer als alle anderen Spiele seines Franchises. Was, wie ich denke, auch einfach mit den limitierten Möglichkeiten auf dem Gameboy zu tun haben wird.

Dicke Rüstung

Auch in Metroid II gibt es wieder den Varia Suite. Hier haben den Entwickler ganze Arbeit geleistet, denn im Gegensatz zu Metroid auf dem NES konnten sie nicht einfach die Farbe von Samus ändern, um den Varia Suite anzeigen zu lassen. Bei einem Schwarz/Weiß Gameboy spiel war dies nicht möglich. Also haben sie dem Varia Suite eine komplett neue Optik gegeben. Auf dem Gameboy Color wurde dieser natürlich auch noch farblich angepasst.

Größer und Fieser

Was man natürlich kommen sehen konnte, die erste Weiterentwicklung der Metroids sollte nicht die letzte gewesen sein. Schon bald stieß man auf eine größere Version der mutierten Lebensform. Diese schluckte um einige Raketen mehr, bevor man sie besiegen konnte. Anfangs dachte ich noch „Wofür brauch ich jemals so viele Raketen?“ Nun – ich sollte an dieser Stelle schnell eines Besseren belehrt werden.

Und noch größer

Einen ganzen Haufen Upgrades und Metroids später trafen wir ein weiteres mal auf einen blinkenden Metroid. Ich wusste, jetzt wird es wieder ein Stück härter. Der Chat half mir währenddessen mich daran zu erinnern, dass ich den aktuellen Speedrun Weltrekord von knapp 52 Minuten (Aufgestellt von Behemoth87) wohl nicht mehr schaffen würde, da ich bereits doppelt so lang gespielt hatte. Danke Chat, ihr seid die besten!

Der Kleine nahm mich ganz schön in die Mangel, konnte dann aber letztendlich besiegt werden.

Die Lava sank ein weiteres mal ab und wir folgten dem Weg ins innere des Vulkans. Hier und da wurden noch ein paar Metroids mitgenommen und die Zahl der verbliebenden Biester sank endlich unter 10. Doch dann wurden wir in einer Art Kammer eingeschlossen. Erst befand sich dort nur ein kleinerer Metroid. Die zweite leere Hülle ließ aber schon vermuten, dass hier noch etwas anderes auf uns wartete. Und so war es auch.

Papa Metroid war überhaupt nicht begeistert, was wir bisher mit seiner Verwandtschaft angestellt hatten. Und das ließ er uns auch spüren. Nach einem längerem harten Kampf war aber auch er besiegt und wir konnten unsere Reise fortsetzen.

Alte Bekannte

3 Metroids später stand der Zähler auf 1. Zudem ging es auch plötzlich wieder bergauf. Somit stellten wir uns so langsam auf den Endboss ein. Doch mit einem mal schoss der Zähler wieder nach oben. Mehr Metroids waren auf einmal aufgetaucht. Auch die Umgebung kam einem etwas bekannter vor. Schon bald trafen wir auf die Tunichtgute. Aber wenn auch nicht ganz frisch geschlüpft, schienen diese doch sehr junge Metroids zu sein. Denn diesmal waren es die alten Bekannten aus Metroid 1. Die aber auch ihren Schutz gegen Raketen wieder hatten, wenn man sie nicht zuvor eingefroren hatte.

Was ist schlimmer als ein wütender Papa? Richtig –

Die Brutmutter der Metroids war alles andere als Entzückt uns zu sehen. Was sie auch in den ersten Sekunden unseres Aufeinandertreffens geltend machte. Ein wirklich harter Kampf entbrannte. 50 – 100 Raketen. Wow, wieviel schluckt das Biest denn? Unser erstes Zusammentreffen endete mit einem Game Over Screen meinerseits. Auch der zweite Anlauf wollte nicht so richtig klappen. Aus dem Chat bekam ich dann denn Tipp: Es war möglich, die Mutter zu betäuben, sobald sie mich mit offenen Maul angriff. Dann musste ich mich schnell als Ball in ihr Maul rollen.
Klang erst nach Suizid, vor allem, da ich in ihrem Maul kontinuierlich Schaden nahm. Aber die Bomben in ihrem Maul taten der Guten wohl auch nicht so gut. Es wurde ein knapper Kampf. Doch letztendlich wurde auch die Brutmutter besiegt.

Jetzt aber raus hier

Noch war das Spiel nicht ganz zu Ende. Zwar musste man diesmal nicht mit einem Timer im Nacken aus einer explodierenden Anlage fliehen. Doch eine letzte kleine Überraschung hatte das Spiel für einen noch parat. Kurz hinter der Brutmutter fand man ein Ei, das auch prompt schlüpfte, als man gerade darauf zu lief. Heraus kam ein kleiner Baby-Metroid. Dieser schien völlig verwirrt zu sein und Samus für seine Mutter zu halten. Eine Vermutung, wie dies zu Stande kommen könnte, erfährt man im Manga.

Samus wurde als Kind von den Chozo genetisch verändert, damit sie auf Zebes, dem Heimatplaneten der Chozo überleben konnte. Dabei verabreichten sie ihr Genmaterial der Chozo. Auch die Metroid, die ursprünglich von den Chozo entwickelt wurden, enthalten Teile ihrer DNA. So könnte dies der Grund für das Verhalten des Baby-Metroid sein.

Dieses folgt Samus zurück zu ihrem Raumschiff und wird von dieser auch mitgenommen. Was dann zum Start der Story von Super Metroid (SNES) führt. Dem dritten Teil der Serie.

Fazit

Metroid II für den GameBoy gehört nicht zu meinen Favoriten der Reihen und doch fühlt es sich wie ein guter Metroid Titel an. Wenn man bedenkt, was die Entwickler auf diese winzige Speichermenge gezaubert haben, bin ich schon baff. Gerade Grafik und Detailmäßig muss sich Metroid II vor seinem NES Vorgänger nicht verstecken. Mir hat es auf jeden Fall spaß gemacht, in dieses alte Kleinod mal wieder rein zu schauen. Die ein oder andere Erinnerung kam dabei auch wieder hoch. An Zeiten die irgendwie etwas unkomplizierter waren.

Und gleichzeitig freue ich mich schon insgeheim auf den Titel, der nach diesem Folgen wird.

Wir sehen/lesen uns!
Euer Izu

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Thema von Anders Norén