SKYFORGER GAMING

Gacha Games – Mein Guilty Pleasure – Mit Grenzen, aber Guilty

Ansichten und Tipps eines Gacha-Spielers

Über die Jahre habe ich viel Erfahrung beim Spielen mit einem Gacha System sammeln können. Früher waren es Neugier und Geldmangel, die mich diese erstmal kostenlosen Spiele ausprobieren ließen. Da mein Geldbeutel zu Ausbildungszeiten eh nicht viel hergab und ich schon immer peinlichst darauf geachtet hatte, keine roten Zahlen auf dem Konto zu haben, unterstützte mich dieser Umstand beim Sammeln von Erfahrung. Zum einen, wie man schnell Cash-Grab Spiele erkennt und wie man mit jenen umzugehen hatte, die tatsächlich etwas konnten. Inzwischen steigt die Qualität dieser Spiele immer weiter, sodass sie mehr als nur ein „Handy Spiel“ wurden. Es gab auch schon davor den ein oder anderen größeren Titel, aber den wirklich Durchstoß in den Mainstream und auch auf etablierte Gaming-Plattformen machte wohl Genshin Impact von Hoyoverse.

Zu dem Spiel später mehr. Doch was ich auf alle Fälle mitgeben kann:

1. Ignoriert erstmal den Shop

Ich meine es ernst. Schaut einfach weg, wenn es um Monetarisierung geht. Gacha Spiele sind in den meisten Fällen immer Live-Service-Games. Also Spiele, die auf lange Spielzeiten ausgelegt sind. Das macht auch Sinn, um so mehr Zeit ihr in ein Spiel investiert, umso lockerer wird der Geldbeutel. Doch schon nach wenigen Tagen könnt ihr feststellen, ob es bei dem Spiel sogenannte „Pay-Walls“ gibt. Also eine Grenze im Spiel die bewusst vorhanden ist und so leicht zu überwinden wäre, wenn man einfach nur ein wenig Geld einsetzen würde. An der Stelle muss ich natürlich sagen, dass es auch solche Grenzen gibt, bei denen die Spiele einfach darauf zurückgreifen, dass man etwas Grinden muss. Der feine Unterschied zeigt sich meist an der Handhabe einer Niederlage im Spiel. Schlägt dir das Spiel vor, deinen Charakter zu verstärken oder Ähnliches – passt. Ploppt ein Popup auf mit „Für nur 3 € jetzt Aufwertungsgegenstände kaufen“ – ist das der Moment, bei denen ich zu 100% das Spiel deinstalliere.

2. 800000%

Bei diesem Thema muss ich mich von Anfang an selbst Lügen strafen. Aber eine klare Red-Flag in einem Gacha Spiel sind Angebote mit angeblichen Prozent Value oder Rabatten. Prozent von was? Einer fiktiven Zahl, die sich die Vertreiber selbst erdacht haben. Klasse! Früher war auch das ein sofortiger Grund das Spiel zu deinstallieren. Heute sehe ich es als einen fetten Negativ Punkt an, der mir sauer aufstößt. Trotzdem gebe ich dem Spiel noch eine Chance, denn die Praktik ist leider heutzutage in vielen Spielen zu finden, die keine Retail-Games sind (und selbst dort ab und an).

3. Zurückhaltung

Ich weiß es fällt schwer. Ein neuer Banner, ein neuer Charakter und das süße Dopamin beim Pullen. Aber gewöhnt euch an zu sortieren. Braucht ihr den neuen Charakter Gameplay technisch, oder mögt ihr ihn vom Aussehen oder der Persönlichkeit? Go for it. Wenn nicht, lasst einfach mal die Pulls in eurem Account anhäufen. Zu meiner Honkai: Star Rail Zeit, habe ich schnell gelernt, jeden zweiten Banner zu überspringen. So konnte ich mich auf Charaktere konzentrieren, die ich tatsächlich wollte.

4. Macht es Spaß oder ist es Fomo?

Auch Gacha-Spiele können hochwertig sein, den Entwicklern Geld bringen und zugleich nicht die Monetarisierung des Todes beinhalten. Sie sind selten und man lernt es oft erst nach einer weile Spielen. Wichtig hierbei ist es auch nicht in die Falle zu tappen, die nicht nur Gacha Spiele gerne anwenden. Das Spiel mit dem „Fear of missing out“ kurz Fomo. Ich denke den meisten muss ich nicht mehr erklären, was Fomo bedeutet. Ein Wiki Eintrag wird da auch nützlicher sein. Wichtig hier zu beachten ist einfach, dass eigentlich jedes Live-Service-Game, von dem ich irgendwie weiß Fomo nutzt um seine Spieler an der Stange zu halten. Tägliches einloggen, immer wieder Spielen. Das ist Fluch und Segen zugleich. Die Krux an der Sache? Es ist gar nicht immer so einfach für sich selbst herauszufinden, ob man Spaß am Spiel hat, oder nur aus Gewohnheit bzw. Zwang die Anwendung der Begierde wieder startet. Mein Tipp hier ist: Einfach mal was anderes Spielen. Klar, solange man eh noch voll in der Mainstory steckt und grad Bock auf das Spiel hat, ist der wiederkehrende Login nichts Besonderes. Im Endgame zeigt sich dann, ob es sich hält oder nicht. Die einfachste Art zu merken, ob man nur zwecks Fomo zum Spiel greift ist sich folgende Frage zu stellen: Möchte ich das Spiel starten, weil ich auf den Gameloop selbst Lust habe, oder möchte ich die lockenden Belohnungen beim einloggen? Wenn ihr nur bei zweiterem mit Ja antwortet, ist es an der Zeit, mal ein anderes Spiel zu starten.

Allgemein kann ich mitgeben:

Gebt dann Geld für ein Spiel aus, wenn ihr das Gefühl habt, dass ihr damit die Entwickler unterstützen wollt. Wenn euch deren Spiel eine gute Zeit beschert. Wie viel das Wert ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Für mich ein positives Beispiel sind Spiele wie Path of Exile. Ich weiß, kein Gacha Spiel, aber Free to Play und rein durch Cosmetics finanziert. Ich habe kein Problem damit auch mal Geld für einen Free to Play Titel in die Hand zu nehmen, wenn ich das Gefühl habe, dass ich dafür etwas zurückbekomme. Das Kaufen eines Charakters ist besonders bei den Preisen, die die Gacha Industrie für diese verlangt jedoch keine Option für mich. Diese habe ich noch nie nachvollziehen können. Selbst das Sammeln von TCGs wäre günstiger. Die Erfahrung habe ich schon seit beginn der „modernen Gachas“ gemacht.

Tatsächlich spielte ich Genshin am Release. Anfangs noch von vielen als Zelda: Breath of the Wild Abklatsch betitelt, stellte sich schnell heraus, dass hinter dem Title mehr steckte. Das Spiel wurde von mir damals bis zur Content-Grenze gespielt, sodass ich darauf warten musste, bis das nächste Update kam. Allerdings gab es anderes, dass meine Aufmerksamkeit erhalten hatte und ich erst drei Jahre später wieder in das Spiel geschaut habe. Später auch nochmal. Aber beide Male ohne Erfolg. Das Spiel konnte mich nicht länger in seinen Bann ziehen.
Doch rein objektiv stieß Hoyoverse damals die Türen auf und durchbrachen für viele die Mauer des „ist nur ein billiges Spiel“. Und nun bald sechs Jahre später, wird Genshins Geschichte noch immer mit neuen Inhalten regelmäßig erweitert. Sein Entwicklerstudio ermöglichte es, gleich mehrere große und kleine Spiele ins Leben zu rufen.

Eines davon, Honkai: Star Rail, spielte ich ebenfalls seit Stunde 0 mit nur einer Unterbrechung. Funfact: Zum Zeitpunkt genau dieses Satzes des Artikels, habe ich das Spiel auf allen Plattformen deinstalliert. Ein 50/50 Bullshit zu viel verloren. Und leider ist Hoyoverse nicht sehr Spendabel mit Pulls.
Diese Lücke füllt seit kurzem Arknights:Endfield, das neue Spiel von Hypergryph. Dieses Spiel hakt sehr viele Checkboxen von mir ab und ich habe bisher einen großen Spaß mit dem Titel. An einem Artikel zu der Welt von Arknights wird bereits gearbeitet.

Aktuell kann ich nach eigener Erfahrung diese Gacha-Spiele empfehlen:

  • Morimens
  • Arknights
  • Mecharashi
  • Sword of Convallaria

Mit Einschränkung:

  • Hoyoverse Spiele (Genshin, Star Rail, Zenless Zone Zero)
  • Umamusume (Bisher nur angespielt)
  • Wuthering Waves

Mehr Infos zu den Spielen, wird es in zukünftigen Artikeln geben.

Bis dahin Freunde der Tiefsee wünsche ich euch gutes Pullglück und mögen die Gachageister euch wohl gesonnen sein. Solltet ihr Fragen haben, oder euer Guilty Pleasure mit uns teilen wollen, könnt ihr das gerne in die Kommentare schreiben.

Bis zum nächsten Mal

Euer Sven

Weiter Beitrag

Zurück Beitrag

Antworten

5 × zwei =

© 2026 SKYFORGER GAMING

Thema von Anders Norén