SKYFORGER GAMING

Gacha Games – Mein Guilty Pleasure – Mit Grenzen, aber Guilty

Konsolen, Handheld, PC-Spiele und ab und zu sogar noch Arcades. In meiner Freizeit fröne ich dem Spielen vieler verschiedener Genres. Gibt es welche die ich ungern oder gar nicht anfasse? Definitiv. Ein Beispiel sind Sportspiele. Klar weiß ich, dass auch die gut sein können. Nur einfach nicht meins. Ich weiß noch heute, wie ein Freund vor mir stand und meinte „Warum spielst du so viele RPGs? Die spielen sich doch alle gleich.“ Während hinter ihm in seinen Schrank, stolz aufgebahrt, eine ganze Reihe FiFa nebeneinanderstand.

Geschmäcker und Vorstellungen sind einfach verschieden.

So teilen sich auch stark die Meinungen bei meinem Guilty Pleasure Genre. Viele würden keinen Titel davon auch nur mal austesten und ich glaube, dass selbst die Community innerhalb des Genres, dieses gar nicht unbedingt so gern hat.
Die Rede ist von den Gacha Spielen. Wobei Genre hier eher als ein Rahmenbegriff gesehen werden kann. Gacha beinhalten verschiedene Genre von Spielen unter sich. Doch sie haben alle eins gemein.

Das Gacha

Ok aber was ist eigentlich Gacha?

Der Begriff hat seinen Ursprung aus dem Land der Aufgehenden Sonne. Dem Mekka der Animes und der Geburtsstädte des Sushis (zumindest des Gerichts, das wir heute als Sushi kennen). Gacha ist die Kurzform von Gashapon, japanische Kapselautomaten. Diese habt ihr sicherlich irgendwo schon einmal gesehen, denn auch in Deutschland stehen sie in manchen Läden und locken mit dem (fast) ungewissen.


Bei einem Gashapon wirft man die verlangte Menge an Geld ein. Dreht dann in der Regel an einem Drehknauf um eine Kapsel zu erhalten. Der mögliche Inhalt von dieser ist auf den Automaten meist mit Bildern angegeben. Oft handelt es sich hierbei um kleine Figuren oder ähnliches. Tatsächlich kann es vorkommen, dass eine Figur in ihrem Gefängnis schlummert, die nicht auf der Übersicht abgebildet ist. Das ist dann eine sogenannte „Secret Figure“. Eine geheime Figur innerhalb der Reihe. Diese ist in der Regel viel seltener zu finden. Sogenannte „Chase Figure“ also Figuren, auf die man Jagd macht, sind zwar abgebildet, aber genau wie die Secret Figures werden diese nur spärlich in der Überraschungskugel sein. Bei Sammlern entsprechend beliebt und kann wie ein kleiner Jackpot angesehen werden.

Allgemeinen wird in Japan von manchen Gachapon als Hobby angesehen. Man begibt sich regelrecht auf die Jagd nach bestimmten Figuren bzw. zuallererst nach dem richtigen Automaten. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die Spieleindustrie aus Fernost schnell verstand, dass eine ähnliche Mechanik in Videospiele eingebaut und genutzt werden könnte. (Beziehungsweise sind auch Trading Card Games eine Art Gacha, also spielt ihr es vielleicht sogar unterbewusst.) Allerdings haben erste Versuche nicht sehr viel mit dem Gacha zu tun, wie wir es kannten. Allem voran aus dem einfachen Grund: Es gab noch kein Internet. Oder dieses war nur wenigen zugänglich, damit sich Praktiken wie Lootboxen lohnen würden.

Streng genommen war auch ein Diablo 2, das noch in Zeiten von Windows XP das Licht der Gamingwelt erblickte, eine Art Gacha-Spiel. Der Berühmte Boss Rush, bei dem man alle Gegner links liegen lässt und zielgerichtet auf z. B. Baal zu rennt, um diesem möglichst schnell den Gar aus zu machen, könnte man durchaus als Gacha bezeichnen. In dem Fall ist der Boss wie eine Pinjata voller Loot und man hofft, dass das richtige Item dropt.

Weiter Beitrag

Zurück Beitrag

Antworten

1 + neun =

© 2026 SKYFORGER GAMING

Thema von Anders Norén